Woher das Geld kommt.
Die Erasmus+-Förderarchitektur von Brüssel bis Wien — und was private oder stiftungsbasierte Unterstützung ermöglicht, das EU-Förderung konstruktionsbedingt nicht erreichen kann.
Der aktuelle Siebenjahreshaushalt der Europäischen Union — der Mehrjährige Finanzrahmen 2021–2027 — weist Erasmus+ 26,2 Milliarden Euro zu. Das macht ihn zum größten dedizierten Förderstrom für Bildung und Jugendmobilität auf dem Kontinent. Rund 70 % davon fließen in KA1 — das Dach, das Jugendbegegnungen, die Mobilität von Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeitern und den Großteil der VJMS-Aktivitäten finanziert.
Das Geld fließt in einer bestimmten Abfolge nach unten, wobei jede Ebene gegenüber der darüberliegenden Rechenschaft schuldet.
Für Organisationen wie VJMS bedeutet das: Projektförderung ist verlässlich, durch Mehrjahrespläne abgesichert und substanziell — hat aber eine spezifische Form. Erasmus+ finanziert definierte Projekte mit definierten Ergebnissen. Es zahlt nach genehmigten Meilensteinen, nicht davor. Es finanziert direkte Teilnehmerkosten (Reise, Unterkunft, Verpflegung, Tagesgeld) und Projektmanagement, überwiegend zu Einheitskosten, die im jährlichen Erasmus+-Programmhandbuch veröffentlicht werden.
Was Erasmus+ nicht finanziert: organisatorische Kernkosten (Personal, Infrastruktur, Bürofläche) oberhalb der Projektmanagementpauschale; Vorbereitungsarbeiten in den Monaten vor Projektgenehmigung; Liquiditätslücken zwischen Projekttranchen; Aktivitäten außerhalb des formalen Erasmus+-Rahmens (Wiener Workshops unterhalb der KA1-Mindestschwellen, Pflege des Alumni-Netzwerks, Akkreditierungsvorarbeiten); und die strukturellen Kosten des Aufbaus einer Organisation, die langfristig skalieren kann.
Stiftungs- und Privatförderung für VJMS finanziert keine Erasmus+-Aktivitäten — diese sind bereits finanziert. Sie finanziert die Teile von VJMS, die Erasmus+ erst möglich machen: Liquidität in den Monaten zwischen Antrag und Genehmigung, Personalkapazität, die aus genehmigten Projekten gut geführte Projekte macht, Infrastruktur für das Wachstum in Richtung Akkreditierung, und die Wiener Programme, die außerhalb der Erasmus+-Regeln liegen, aber Publikum und Partnernetzwerk aufbauen. Erasmus+ finanziert die Reise. Private Förderung finanziert die Organisation, die die Reise durchführt.